Erfolgreicher Boxenstopp: Glückliche Gewinner bei der DTM

Laute Motoren, technische Meisterwerke, Rennfahrer-Feeling pur: Vier Gewinner unserer Verlosung durften das Rennsportereignis DTM Anfang Mai beim Auftakt der Rennwagenserie auf dem Hockenheimring live miterleben. Konkret hieß das: Ein ganzes Wochenende auf der Rennstrecke verbringen und ganz nah dran sein: in der Boxengasse und im Fahrerlager.


Sonniger Auftakt am Hockenheimring
Zehn Rennen in fünf verschiedenen Ländern stehen auf dem Programm der DTM 2013. Beim Auftaktrennen am ersten Mai-Wochenende in Hockenheim  wurden die Zuschauer Zeuge, wie der BMW-Rennstall das Rennen für sich entschied: Augusto Farfus überquerte nach 42 spektakulären Runden als Sieger die Ziellinie. Auf Platz zwei folgte ihm sein BMW-Kollege Dirk Werner mit 3,6 Sekunden Rückstand. Der Mercedes-Benz-Fahrer Christian Vietoris fuhr als Dritter durchs Ziel.

Einzigartige Kulisse
Unter die  87.000 Besucher am Renn-Wochenende mischte sich auch Gewinner Alexander Bürger mit seinem Sohn Fabian aus Talheim. Mit Ohrstöpseln ausgerüstet, war der 10-Jährige optimal auf die laute Rennkulisse vorbereitet. „Wir sind nicht das erste Mal bei der DTM mit dabei. Die Kulisse ist einfach einzigartig und immer wieder faszinierend, so Alexander Bürger. Denn neben dem Rennen selbst, wurde den DTM-Besuchern einiges geboten: Tim Bentzko präsentierte seine aktuellen Hits, in den Autosalons konnte man die neuesten Modelle von  Audi, BMW oder Mercedes Benz bewundern oder den Technikern in der Boxengasse noch bei ihren letzten Schritten vor dem Rennen über die Schulter schauen. Auch Gewinnerin Michelle Kern aus Schwäbisch begeisterte das motorenstarke Event: „Es war ein erlebnisreiches, unvergessliches Wochenende.“

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Im TECHNOSEUM entdeckt: Chirurgisches Trepanationsset

Kopfschmerzen? Im 18. Jahrhundert waren einige Ärzte der Meinung, dass man den Druck im Kopf durch die Öffnung der Schädeldecke entfernen könnte. Insbesondere galt dies aber für Kopfschmerzen und andere Zustände, die nach Verletzungen des Schädels auftraten.

Der Begriff der Trepanation stammt aus dem Französischen und leitet sich vom Wort  „trépan“ ab, das „Bohrer“ bedeutet. In der Medizin beschreibt er operative Verfahren, bei denen knöcherne Räume, wie der Schädel, die Markknochen oder Zähne geöffnet werden. In der Neurochirurgie bezeichnet die Trepanation die Schädelöffnung.

Geschickte Chirurgen
Anhand von Knochenfunden haben Experten belegt, dass Menschen schon in prähistorischer Zeit Bohrungen in Schädeln vorgenommen haben. Über die Gründe wurden vielfältige Mutmaßungen angestellt: Wollte man so Dämonen austreiben, Initiationsriten durchführen oder dienten sie der Behandlung von Hirnblutungen? Eine Blütezeit erlebten diese Schädeloperationen vom 15. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Nicht zuletzt konnten so durch Verletzungen des Schädels entstandene Knochenfragmente entfernt werden. Chirurgen gaben in Lehrbüchern genaue Anweisungen, wie die so genannten Trepanationen durchzuführen waren, unter anderem war dazu das richtige Werkzeug wichtig. Dennoch bezahlten etliche Patienten den Eingriff mit dem Leben, dies aber vor allem wegen mangelnder Hygiene.

Filigrane Instrumente
Zum chirurgischen Trepanationsset, das im TECHNOSEUM zu sehen ist und vom Londoner Hersteller Savigny & Company vermutlich zwischen 1840 und 1880 hergestellt wurde, gehören insgesamt acht Teile. Mit den zwei Kronen-Trepanen, die mit einer inwendigen Spitze und äußeren gezackten Ringen und Stielen versehen sind,  bohrte man kleinere Löcher in die Schädeldecke und trennte die Knochenscheibchen aus der Schädeldecke heraus. Der Hebel mit Griff diente dabei ebenso zum Heraustrennen wie ein Spatel und die Pinzette, die dem Set beiliegen. Mit der kleinen Bürste reinigte man schließlich die Bohrkanten. Alle Utensilien waren in einem quadratischen und abschließbaren Mahagonikästchen untergebracht, das edel mit dunkelblauem Samt ausgelegt war.

Wo im TECHNOSEUM? Zu sehen auf der Ebene B.

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Beitrag zur #IMT2013-Blogparade: Arbeiten, leben und lieben in Deutschland

Die ersten Gastarbeiter kamen vor über 60 Jahren nach Deutschland. Die Bundesregierung ließ damals tausende Menschen aus Italien, der Türkei, Spanien und Jugoslawien als Gastarbeiter anheuern, weil die eigenen Arbeitskräfte ausgingen. Inzwischen leben viele Familien in der dritten Generation in Deutschland. Zum Internationalen Museumstag und der dazugehörigen Blog-Parade unter dem Motto „Vergangenheit erinnern – Zukunft gestalten“ und im Rahmen der Sonderausstellung „Durch Nacht zum Licht? Geschichte der Arbeiterbewegung 1863-2013“ rückt das TECHNOSEUM in Kooperation mit Mannheimer Kulturvereinen am 12. Mai das Thema „Arbeitsmigration“ in den Vordergrund. Von 11 bis 19 Uhr ermöglichen Filme, eine Podiumsdiskussion sowie ein Theaterstück einen Blick in das kulturelle Leben von Arbeitsmigranten. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist für alle Besucherinnen und Besucher an diesem Tag frei.

Migration und Integration
Die beiden Mannheimer Filmemacher Ali Badakhshan Rad und Ibrahim Cindark zeigen von 11 bis 15 Uhr in drei Filmen unter anderem, wie die Kultur der Migranten mal mehr und mal weniger im Einklang mit der deutschen steht. Ibrahim Cindark thematisiert in seinen Arbeiten dabei vor allem das Thema der Kommunikation und der Sprache zwischen Deutschen und Migranten. Für den musikalischen Teil am Nachmittag sorgt der Musiker Nizzamettin Ayar mit seinem türkischen Chor, der mit Arbeiterliedern auf die Wurzeln der Immigranten verweist. In einer Gesprächsrunde mit dem Journalisten Veit Lennartz berichten Migranten ab 15.15 Uhr von der ersten bis zur dritten Generation, wie es sich anfühlt, wenn man in die Fremde geht und Arbeit sucht, aber die Sprache (noch) nicht spricht. Mit anderen Problemen haben deren Enkel heute zu kämpfen: Sie werden als Menschen mit Migrationshintergrund bezeichnet, sind aber in Deutschland geboren und sprechen häufig nicht mal mehr die Sprache ihrer Großeltern. Die drei Generationen sprechen offen über ihre guten und schlechten Erfahrungen und Wünsche für ein weiteres Leben in Deutschland.

Arbeiten und lieben in der Fremde
Auf die weibliche Sicht der Migrantinnen geht zum Abschluss das Theaterstück „Liebe-s-leid“ ein, das im Auditorium um 18 Uhr zur Aufführung kommt. Unter der Leitung von Lisa Masetti hat die sechsköpfige Theatergruppe des internationalen Frauentreffs eine Theater-Performance erarbeitet, das  hauptsächlich biografische Themen der Frauen wie Liebe, Hochzeit und Ehe in den verschiedenen Kulturen behandelt und Lebensgeschichten von Flucht und Emigration sowie dem Umgang zwischen Mann und Frau wiederspiegelt. Für die Frauen auf der Bühne ist das Stück eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, für die Zuschauer ein Einblick in ein fremdes Gefühlsleben.

Rallye durch die Sonderausstellung
Neben einer öffentlichen Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Durch Nacht zum Licht?“ um 14 Uhr, bietet das Museum eine Stunde später, um 15 Uhr, eine Führung auf Englisch an, bevor um 16 Uhr der Kurator der Ausstellung, Dr. Horst Steffens, aus seiner Sicht die historischen Zusammenhänge erläutert. Und wer die Ausstellung auf eine Faust erkunden möchte, kann mit einer Rallye Punkte sammeln, bei der Groß und Klein teilnehmen können.

Hier das Tagesprogramm im Detail:

9.00-17.00 Uhr:  Rallye (ab 10 Jahre) zur Sonderausstellung “Durch Nacht zum Licht?”

9.30-17.00 Uhr:  Vorführungen im arbeitenden Museum (Satz und Druck,     Papierherstellung, Getreidemühle, Eisenbahn, Dampfmaschine etc)

9.00-16-00 UhrFamilie aktiv! Spiele der Großeltern

11.00-11.45 Uhr:  Film zur Arbeitsmigration von Mario Di Carlo “deutschland – wäre meine richtige Heimat

12.00-12.45 Uhr: Film zur Arbeitsmigration von Mario Di Carlo “Catenaccio”

13.00-14.45 Uhr:  Film zur Arbeitsmigration von Philip Kohl/Ali Badakhshan Rad “Transnationalmannschaft

14.00-15.00 Uhr:  Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung “Durch Nacht zum Licht?”

15.00-16.00 Uhr: in englischer Sprache durch die Sonderausstellunug

16.00-17.00 Uhr: Mit Kurator Horst Steffens

14.00-17.00 Uhr: Feldbahnfahrten im Museumspark

14.30-16.30 Uhr:  Offenes Laboratorium: Energie aus Wind

15.00-15.15 Uhr:  Musik des türkischen Chors unter der Leitung von Nizzamettin Ayar

15.15-16.30 Uhr: Interview und Gesprächsrunde von Migranten der 1., 2. und 3. Generation. Moderation: Veit Lennartz

16.30-16.45 Uhr:  Musik des türkischen Chors

18.00-19.00 Uhr:  Theaterstück “Liebes-s-Leid” Text und Regie: Lisa Massetti

 

 

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Einsatzbereit: die neue Feldbahn

Ab dem 1. Mai dreht sie wieder ihre Runden durch den Museumspark: Die Feldbahn. In diesem Jahr kommt eine frisch restaurierte Lok auf die Schienen.

35 Jahre lang war die DIEMA DS 14 in einem Torfwerk in Niedersachsen im Einsatz. Zuletzt war die Schmalspurbahn als Denkmal vor der Toren der Firma jeder Witterung ausgesetzt. Das sah man ihr auch an, als wir die Lok aufkauften, der Zahn der Zeit hatte an ihr genagt: Überall Rost, die Farbe abgeblättert, die Maschinerie überholungsbedürftig.

Mit ehrenamtlicher Hilfe
Das Restauratorenteam und engagierte ehrenamtliche Mitarbeiter brachten die 16 PS starke Maschine in nur vier Monaten wieder auf Vordermann. TÜV-geprüft versteht sich. Nach der Restaurierung kommt die neue Feldbahn ganz in die Hand der ehrenamtlichen Kräfte des TECHNOSEUM: Sie übernehmen sämtliche Fahrdienste und halten die Lok weiter instand, damit sie lange große und kleine Passagiere durch den Museumspark fahren kann.

Fahrzeiten
Mit dem Start der neuen Feldbahnsaison 2013 am 1. Mai dreht die Feldbahn bis in den Herbst hinein ihre Runden: An allen Sonn- und Feiertagen ab 14 Uhr können Passagiere am Museum zusteigen, die letzte Abfahrt des Tages ist immer um 16.30 Uhr – gute Fahrt!

 

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Eine lange Nacht

Von 19 Uhr bis 2 Uhr in der Nacht geöffnet: Das gibt es nur bei der langen Nacht der Museen. In Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen öffneten die Museen am 20. April ihre Türen, um über 22.000 Besucherinnen und Besucher ihre Ausstellungen zu präsentieren.

„Durch Nacht zum Licht“ Die Geschichte der Arbeiterbewegung stand im Fokus unserer Museumsnacht. So konnten die Besucher an diversen Führungen teilnehmen oder ihre eigenen Streikbuttons mit einer Presse herstellen. Musikalisch ging es in der Arbeiterkneipe her: Der Liedermacher Bernd Köhler mit Band ewo2 stellte aus seinem immens breitem Repertoire an Arbeiterliedern eine Auswahl vor.

Experimentieren bis tief in die Nacht
Neben der Sonderausstellung waren die Experimentierstationen der Elementa 1, 2 und 3 bis tief in die Nacht stark besucht: Kaum einer wurde müde, die Lösung zu finden, die gesucht war oder den technischen Kniff zu erraten, der hinter dem Experiment stand. Bis zum nächsten Jahr!

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Im TECHNOSEUM entdeckt: Das Spiel Strikes der Familie Marx

Auf dem Spielbrett „Strikes“ sind insgesamt 60 Zahlenfelder sowie 21 Bildmotive zu sehen, die die Arbeiterklasse und Bourgeoisie in unterschiedlichen Situationen darstellen.

Wie passend: Die  Familie Marx spielte in ihrer Londoner Wohnung wohl häufiger das Spiel „Strikes“. Wie bei einem Streik gab es auch bei diesem beliebten Gesellschaftsspiel Regeln.

Als Karl Marx sich mit seiner Familie seit 1849 im Londoner Exil befand, hatte er offensichtlich trotz seiner schriftstellerischen Tätigkeit und als Korrespondent der New York Daily Tribune Zeit, sich mit seiner Frau und den drei Töchtern dem Gesellschaftsspiel zu widmen. So stammt aus der Wohnung der Familie Marx in London das Spiel „Strikes“. Übersetzt bedeutet das Spiel „Streik“. Seine Spielregeln sind leider verschollen, sollen aber wohl dem Game of the Goose, dem Gänsespiel, sehr ähnlich gewesen sein.

Spielend leichter Streik

Das Gänsespiel war im Europa seit dem 16. Jahrhundert weit verbreitet und gilt heute als Vorläufer vieler moderner Würfelspiele. Das Brettspiel war für zwei bis maximal Spieler gedacht, die mit einer Figur bzw. einem Spielstein und zwei Würfeln spielten. Auf dem Spielbrett  „Strikes“ sind insgesamt 60 Zahlenfelder sowie 21 Bildmotive zu sehen, die die Arbeiterklasse und Bourgeoisie in unterschiedlichen Situationen darstellen, etwa bei der Arbeit, in der Kneipe und natürlich auch beim Streik. Das Hauptmotiv in der Mitte des Spielbretts zeigt zwei Männer, Arbeiter und Arbeitgeber, im Gespräch. Alle Spieler mussten von Feld 1 mittels der Würfel vorrücken; Sieger war derjenige, der als erster das letzte Feld in der Mitte des Spielbretts erreichte.

Zug für Zug zum Ziel
Die Schwierigkeit bestand darin, dieses Feld exakt zu erreichen: Eine höhere Wurfzahl bedeutete nämlich, dass man zum Anfang zurückkehren und neu loslaufen musste. Landete man auf speziell gekennzeichneten Feldern, traten besondere Spielregeln in Kraft: Man musste die gleiche Anzahl vor-oder zurückrücken, eine Runde aussetzen oder auf dem Feld bleiben, bis ein anderer Spieler ebenfalls auf dieses Feld trifft.

Wo im TECHNOSEUM? In der aktuellen Sonderausstellung „Durch Nacht zum Licht? Geschichte der Arbeiterbewegung 1863-2013“.

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Verhandeln und Streiken – gewusst wie!

Mitten im Rollenspiel "Streik": Vier Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des Albert-Einstein-Gymnasiums aus Frankenthal

Noch sind sie nicht im Berufsleben, aber die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des Albert-Einstein-Gymnasiums aus Frankenthal konnten sich Mitte März bei uns einen Eindruck verschaffen, wie die Voraussetzungen zu einem guten Miteinander am Arbeitsplatz geschaffen werden. Sie schlüpften nämlich in die Rolle von Gewerkschaften und Arbeitgebern. Die Aufgabe des Rollenspiels, das in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Heidelberg ermöglicht wurde: Einen Tarifvertrag aushandeln. Das hieß: Sich in den Arbeitnehmervertreter oder Arbeitgeber und seine Motivationen und Wünsche zu versetzen. Dann hieß: Alle an einen Tisch! Wie sind die Arbeitszeiten zur Zufriedenheit aller Parteien zu regeln? Welche Urlaubsansprüche gelten? Welche Rechte und Pflichten sind beim Abschluss und der Kündigung einzuhalten? Wie können die gegenwärtigen Arbeitsbedingungen optimiert werden und welche Lohnerhöhungen in Aussicht gestellt werden?

Bei allen Fragen müssen die beiden Parteien in einem für sie vertretbaren Rahmen, die Entscheidung treffen, Kompromisse zu schließen oder in den Streik zu treten, um die Forderungen durchzusetzen. Dem Bild nach zu urteilen, war in dieser Verhandlung eine Einigung nicht sehr erfolgreich…

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Lichtspiele im TECHNOSEUM

Karin Bienek vom Ensemble illuminago führte durch die Veranstaltung.

Ende Februar war das Ensemble illumingo bei uns zu Gast. Mit dabei: Eine Original Laterna Magica, mit der sie das vollbesetzte Auditorium unterhielten. Karin Bienek und Ludwig Maria Vogl, die zum Ensemble illuminago gehören und seit über 20 Jahren Erfahrung mit der Laterna Magica haben, begleiteten die Lichtbilder auf der Leinwand live mit Musik, Gesang und Rezitationen.

Schicksale bildlich erzählt
Laterna Magica kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Zauberlaterne. Für das Publikum im 19. Jahrhundert war sie das auch, denn die Lichtbilder faszinierten mit ihren bildgewaltigen Geschichten, die an die Wand projeziert wurden. Soziale Organisationen nutzen das Medium, um den Bürgern, die Not der Armen zu zeigen: Soziale Missstände waren daher häufig Thema der Laterna Magica-Aufführungen und wurden mit den Lichtbildern regelrecht angeprangert: Arbeitende Kinder, die den ganzen Tag wie Erwachsene schufteten, verwaiste Kinder, die auf der Straße lebten und keine Zukunft hatten.

Erzählt faszinierende Geschichten: Die Laterna Magica.

Illuminago zeigten unter anderem das Märchen vom Mädchen mit den Schwefelhölzchen , das sich ein Hölzchen nach dem anderen anzündet, – die sie eigentlich verkaufen soll – um nicht zu erfrieren, aber letzenendes doch stirbt. Auch das Thema Alkoholmissbrauch, der ganze Familien zerstörte, oder Verzweifelte, die als Auswanderer ihr Glück im Ausland suchten, wurden ebenfalls mit den Lichtbildern  thematisiert. Doch nicht nur Armut und soziale Missstände waren Thema der Aufführungen: Auch Lustiges fand den Weg auf die Projektionswände und wurde häufig für Kinder in Armen- oder Waisenhäusern aufgeführt.

Ludwig Maria Vogl erklärte im Anschluss die Funktionsweise der Laterna Magica.

Faszination Lichtspiele
Versetzt man sich in das Publikum jener Zeit, so wurde bei der Aufführung Ende Februar deutlich, was die Menschen im 19. Jahrhundert fasziniert haben muss: Sicherlich waren es die bewegenden, lustigen Geschichten, die moralische Wertvorstellungen transportierten und bis heute nicht an Aktualität eingebüßt haben, aber sicher auch die technischen Möglichkeiten, die die Laterna Magica mit sich brachte und die Zuschauer in ihren Bann zog: Bunte Farben, Bewegungseffekte sowie Verwandlungen, die auf der Leinwand zu sehen waren, sind auch heute noch – trotz aller technischen Errungenschaften – faszinierend anzuschauen.

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Im TECHNOSEUM entdeckt: Das Universalinstrument

Ist es ein Fernrohr? Was misst es mit seinen Achsen? Das Universalinstrument scheint ein Universalgenie zu sein.

In der Mannheimer Sternwarte gehörte ein Universalinstrument zu den wichtigsten Arbeitsutensilien. Das Universalinstrument diente den Astronomen dabei als Winkel-Messgerät, mit dem man höchst präzise Winkelmessungen in Azimut (= in der Horizontebene) und Höhe (= senkrecht zur Horizontebene) durchführen konnte. Das Azimut bezeichnet dabei den Winkel zwischen der Meridianebene und der Vertikalebene eines Gestirns. Der Astronom zählte dabei das Azimut von Süden bis Westen: Ein Gestirn im Süden hatte also ein Azimut von 0 Grad, ein Gestirn, das im Westen lag, ein Azimut von 90 Grad. In der Astrometrie, dem geometrischen Teilbereich der Astronomie, der sich mit der Messung und Berechnung von Gestirnspositionen und den Bezugssystemen der Gestirne beschäftigte, war das Universalinstrument nicht wegzudenken.

Original aus Dresden
Das Universalgerät, das im TECHNOSEUM zu sehen ist, ist ein Original aus der Zeit um 1900, das in Dresden von Gustav Heyde hergestellt wurde, und wiegt stolze 35 kg. Das Fernrohr, mit dem man die Gestirne anvisierte, ist horizontal und vertikal drehbar gelagert. Beide Drehwinkel (Azimut und Höhe) sind auf Skalen mit Lupen ablesbar. 1872 gründete Gustav Heyde seine Firma „Gustav Heyde – Mathematisch-mechanisches Institut Optische Präzisions-Werkstätte“. Die Firma konzentrierte sich zuerst auf optische Komponenten und fotografische Objektive, bevor sie Anfang des 20. Jahrhunderts astronomische Instrumente herstellte und sie weltweit vertrieb.

Wo im TECHNOSEUM?
Zu sehen auf der Ebene A im Bereich der Mannheimer Sternwarte.

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Glückauf Kameraden, durch Nacht zum Licht!

Was machen Bergarbeiter in der Fußgängerzone? Und warum singen sie? Die Bergarbeiter in Originalbekleidung singen das internationale Knappenlied und machen die Passanten so auf die aktuelle Sonderausstellung “Durch Nacht zum Licht? Geschichte der Arbeiterbewegung 1863-2013″ neugierig und damit auch gleich auf die eigene Arbeitssituation aufmerksam. Welchen Stellenwert nimmt Arbeit heute im Vergleich zu vor 150 Jahren ein? Sind Mobbing und Burn-out Phänomene unserer modernen Arbeitswelt? Welche Belastungen haben sich im Lauf der Jahrzehnte verändert? Wir haben einige Passanten zum Thema “Arbeit und Arbeitswelt” befragt. Die Bergarbeiter sind an Samstagen im Februar und März in mehreren Städten unterwegs, singen bei jeder Wetterlage und bringen so gute Stimmung in die winterlichen Fußgängerzonen.

Hier könnt ihr den dazugehörigen RNF-Beitrag sehen:
TECHNOSEUM Youtube-Kanal

Bergarbeiter “on tour”
Wer sich die TECHNOSEUM Bergarbeiter a capella anhören und treffen möchte, hat an folgenden Samstagen noch die Gelegenheit dazu:

Frankenthal, 23.02.2013
Worms, 23.02.2013
Kaiserlautern, 2.03.2013
Frankfurt, 2.03.2013
Wiesbaden, 9.03.2013
Mainz, 9.03.2013

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