Einsatz der Schaugewürze

Lebensmittelchemiker und Autor Udo Pollmer

Irgendwie ist uns allen klar, dass Lebensmittel Zusatzstoffe haben. Aber der Vortrag von Lebensmittelchemiker Udo Pollmer vom Europäischen Institut für Lebensmittel- und
Ernährungswissenschaften im TECHNOSEUM am 15. Februar brachte für die Zuhörer
so manch neue Erkenntnis und einige Denkanstöße.

Klare Tütensuppe, eindeutige Zusatzstoffe
Dass eine klare Rindersuppe aus der Tüte Stoffe enthält, die nicht alle natürlich sind, dürfte wohl niemand annehmen. Aber dass nahezu der gesamte Inhalte eine kreative Leistung von Food-Designern ist und eher einer Bau-Anleitung nahekommen, war für viele an diesem Abend sicher überraschend. Udo Pollmer nahm sich aus der Deklaration der Inhaltsstoffe jeden einzelnen vor, um ihn zu erläutern. Trockengemüse sei nämlich selten mit seiner Urform zu vergleichen, sondern eine Zusammenstellung verschiedener Zusatzstoffe: Denn welches Gemüse lässt sich in Pulverform zermahlen, um dann beim Kochen in seine Ursprungsform zurückzukehren? Stimmt, eine Verwandlung, die kein Broccoli, keine Tomate mitmachen würde. Und weil es nach mehr aussieht, wenn die Nudeln in der Suppe oben schwimmen – die Schwere sie aber naturgemäß an den Tellerboden zieht – werden Instantnudeln verwendet.

Schau der Gewürze

Auch sogenannte „Schaugewürze“ kommen laut Pollmer zum Einsatz: Diese Zusatzstoffe sehen farblich zwar Gewürzen ähnlich, jedoch schmecken sie nicht so. Künstlich hergestellt, wurde hier in der Regel Wert auf die Optik gelegt, damit sie etwa in Salatpulver verwendet werden. Solche Zusatzstoffe erfüllen laut Pollmer vor allem drei Zwecke: Sie garantieren den reibungslosen Ablauf in der Fertigung, weil alle Stoffe identisch sind und nicht individuell auf die Beschaffenheiten eingegangen werden muss; sie bieten Stabilität, da sie bei der Herstellung keine Gefahr darstellen, sich zu verändern; und zuletzt erfüllen sie den Geschmack des Kunden, der erwartet, dass das Produkt immer gleich schmeckt.

Verwandlung der Früchte
Einen Hinweis darauf, dass Zusatzstoffe verwendet werden, würde schon die Bezeichnung geben, so Pollmer: „´fruchtartig´ oder ´fleischartig´ sind schon Indizien, dass es sich dabei bestimmt um keine Originalprodukte handelt.“ So würden vor allem Cranberries – weil sie in der Verarbeitung vielseitig seien – für die weitere Verarbeitung von Lebensmitteln zu anderen Früchten umgewandelt. Der eigene Geschmack würde dabei einfach reduziert, der gewünschte hinzugesetzt und schon schmecke es für den
Verbraucher nach Erdbeeren. Wer weiß da noch, wo er reinbeißen soll…?

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Im TECHNOSEUM entdeckt: Der Elektrisierkoffer

Der Elektrisierkoffer stammt aus der Zeit um 1900.

Der Elektrisierkoffer stammt aus der Zeit um 1900.

Man kann „aus dem Koffer leben“, aber kann man auch „aus dem Koffer wieder gesund werden“? In der Vorstellung der Menschen um 1900 ging das durchaus mit einem Elektrisierkoffer, mit dem man angeblich verschiedene Gebrechen heilen konnte.

Heilender Strom
Kreuzschmerzen, Ohrensausen, Verstopfung, Impotenz, Plattfüße, Schlaflosigkeit, Nervenleiden oder Rheuma: Kaum ein Symptom, das sich nicht mittels Elektrizität heilen ließ. Auch zu Verjüngungszwecken kam sie zum Einsatz. Die sogenannte Medizin ohne Medikamente ging unter anderem auf den Hallenser Professor für Medizin, Johann Gottlob Krüger zurück, der 1744 seine „Gedanken von der Elektricität“ veröffentlicht hatte. Er und weitere seiner Kollegen waren sich einig, dass das regelmäßige Elektrisieren den Körper gegen Krankheiten immunisiere und stärke. Schnell wurden Apparaturen und Geräte wie zum Beispiel der Elektrisierkoffer
für den Hausgebrauch entwickelt, mit denen man seine Leiden kurieren konnte.

Gesund und unter Strom
Bei dem Elektrisierkoffer, der im TECHNOSEUM ausgestellt ist, handelt es sich um
ein Exponat aus dem Jahr 1900, das mit Gleichstrom arbeitete. Bei
Elektromedizinischen Apparaten dieser Art wurden gläserne Elektroden erwärmt
und zum Leuchten gebracht. Indem man die verschiedenen Elektroden auf die Haut
aufsetzte, wurde der schwache Gleichstrom durch den menschlichen Körper
geschickt, wo er seine positiven Wirkungen entfalten sollte. Für einen
Elektrisierkoffer zur Elektrokur für Zuhause musste man zwischen 30 und 160 Mark
bezahlen. Zum Vergleich: Ein Elektroinstallateur verdiente um 1900 etwa 20
Pfennig pro Stunde. Vielen gut gestellten Bürgern war dennoch diese Investition damals ihre Gesundheit wert. Bis in die 1930er Jahre hinein wurden die Geräte stark nachgefragt und gekauft.

Wo im TECHNOSEUM?

Zu sehen auf der Ebene F im Bereich „Elektrizität“.

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Die Physik des Kochens

Werner Gruber bei seinem Vortrag im TECHNOSEUMWenn ein Ei mit der Kaffeemaschine gekocht wird und Würstchen unter Strom gesetzt werden, dann ist Werner Gruber nicht weit. Der Physiker war am 25. Januar für seinen Vortrag „Die Physik des Kochens“ aus Wien angereist und präsentierte dem Publikum im Auditorium ein „Gustostückerl“ nach dem anderen.

Die Küche: Ein Labor
Jede Küche ist auf irgendeine Art und Weise auch ein Labor, in dem Experimente durchgeführt werden, machte der Experimentalphysiker der Uni Wien gleich zu Beginn deutlich. Wir versuchen alle beim Kochen das Gericht jedes Mal zu verbessern und führen dabei naturwissenschaftliche Experimente durch, indem wir einzelne Parameter verändern, Zutaten hinzufügen oder auch weglassen. Und Rezepte sind nichts anderes als Dokumentationen dieser Experimente. So betrachtet, sind wir in der Küche also echte Forscher!

Die Formel für das perfekte EiDas perfekte Ei als physikalische Formel
Auf sehr unterhaltsame Art führte Werner Gruber vor, wie man das perfekte Ei kocht: Ein Ei, das Außen hart und Innen weich ist, erhält man mit – je nach Größe und Durchmesser des Eis variierend – wenn es mit bei 90 Grad Celsius gekocht wird und eine Innentemperatur von 64 Grad erreicht hat. Also steckte Werner Gruber das Ei in den Filterbehälter der Kaffeemaschine und die Maschine wurde mit einer Kanne Wasser in Betrieb genommen. Als die Maschine zu Ende röchelte, staunte das Publikum nicht schlecht, als der Physiker das Ei aufschlug: Der Dotter floss und das Eiweiß war durchgängig fest! Das parallele Kochen von Ei und Kaffee fällt damit zwar weg, es sei denn man schafft sich eine zweite Kaffeemaschine im Haushalt an.


Würstchen kochen mal anders oder die „Opferwurst“
Physikalische Studien haben desweiteren ergeben, dass Würstchen maximal bei
90 Grad gekocht werden dürfen, sonst platzen sie. Und das tun sie aufgrund der
mathematischen Kesselgleichung immer der Länge nach, wie wir alle erfahrungsgemäß wissen. Dass Würstchen innerhalb kürzester Zeit knackig und genießbar werden, belegte Werner Gruber praktisch durch ein Experiment: Er setzte eine Wurst einfach kurz unter Strom. Für den Kochvorgang zu Hause ist diese Methode allerdings nicht sonderlich praktisch. Einen Tipp, der sich weitaus besser anwenden lässt, hatte der Genießer für seine Zuhörer mitgebracht: Ihren Geschmack entfalten Wiener Würstchen am besten, wenn sie in einem Sud ziehen können, der aus einer zuvor zerkochten, geschnittenen Wurst besteht. Man sollte also vorher eine Wurst für den besten Geschmack „opfern“.

Lasst es uns wissen, wenn ihr die Theorie mit der „Opferwurst“ bestätigen
könnt!

 

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Im TECHNOSEUM entdeckt: Der Eisschrank

Eisschrank

Der Eisschrank aus Holz stammt aus dem Jahr 1920.

Ein Kühlschrank ist aus einem modernen Haushalt nicht wegzudenken. Schwer
vorstellbar, dass es die ersten Kühlschränke erst um 1910 in den USA gab. Doch
die künstliche Kälte zur Lagerung von Lebensmitteln musste erst erfunden
werden. Vor den Kühlschränken, wie wir sie heute kennen, gab es Eisschränke.

Eiszeit in der Küche
Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurden Lebensmittel vorwiegend in Kellern
gelagert, um sie kühl zu halten und sie vor dem Verderb zu schützen. Auch so
genannte Eisschränke, die mit Natureis gefüllt wurden, waren im Gebrauch. Bei dem Exponat aus Holz, das in der aktuellen Sonderausstellung „Unser täglich Brot…“ zu sehen ist und aus dem Jahr 1920 stammt, befand sich wie bei anderen Eisschränken im oberen oder mittleren Teil der Kasten für das Eis. Am  Fuß befand sich ein Schmelzwasserbehälter mit Ablaufhahn, um das Wasser aufzusammeln. Die Lebensmittel, die gekühlt werden sollten, lagen dazwischen. Für die Isolation sorgte eine doppelte Wand; das Innere des Holzschrankes war mit Zinkblech ausgekleidet.

Massenware Eis
Sich Eis zu kaufen, hatte in Zeiten des Eisschrankes somit eine andere Bedeutung:
Eislagerhäuser verkauften Eis, das zuvor aus Seen geschnitten wurde, unter
anderem an Brauereien, Fischhändler und Privathaushalte. Ein Zentner Natureis war
um 1900 für 50 bis 60 Pfennig zu haben, was in etwa zwei bis drei Stundenlöhnen
eines Handwerkers entsprach. Das erklärt unter anderem, weshalb ein Eisschrank
auch nicht ganzjährig im Einsatz war und vorwiegend in den Sommermonaten
gebraucht wurde: Eis war nicht nur verhältnismäßig teuer, man benötigte pro Tag
auch ungefähr 8 kg für die kühlende Wirkung. Um 1910 kamen die ersten
elektrischen Kühlschränke in den USA auf den Markt, in Deutschland dauerte der
Durchbruch noch einige Jahre. 1960 besaß nur jeder zweite deutsche Haushalt ein
solches Gerät.

Wo im TECHNOSEUM?
Noch bis zum 29. April 2012 zu sehen in der  Sonderausstellung „Unser täglich Brot… Die Industrialisierung der Ernährung“.

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Runde 2 im Kampf der Wissenschaftler

v.l.n.r. Watterkotte und Tatjana Ladnorg, Katharina Weggen, Martin Becker, Georgios Papastefanou, Rakesh Kasturi und Moderator Hubert Zitt.Nach einem erfolgreichen ersten Science Slam im Juni 2011 war klar: Da muss ein zweiter folgen! Ein halbes Jahr später war es nun soweit: Der Science Slam ging im TECHNOSEUM in seine zweite Runde und bot dem Publikum wieder einen Wissenschafter-Kampf unterschiedlicher Disziplinen. Einzige thematische Vorgabe dieses Mal: Die Vorträge mussten das Thema Ernährung behandeln– aus aktuellem Anlass der Sonderausstellung „Unser täglich Brot…“

Und so betraten 6 Wissenschaftler am Abend des 7. Dezember die Bühne im Auditorium und stellten sich dem Publikum: Rakesh Kasturi, Björn Waterkotte und Tatjana Ladnorg, Martin Becker, Georgios Papastefanou und Katharina Weggen. Wie kocht man das perfekte Ei in Zeiten des perfekten Dinners? Rakesh Kasturi stellte eigene Nachforschungen an und sein Ergebnis vor.  Björn Watterkotte erklärte anschließend, wie man Proteine glücklich macht, während seine Partnerin Tatjana Ladnorg in die Rolle eines Proteins schlüpfte und ihre Bindungsfähigkeit im Andockungsprozess mit Hilfe von Schuhen demonstrierte. Für Schuhliebhaberinnen ein überaus verständliches Beispiel.

Wie Emotionen sich anhand der Hautfeuchtigkeit in Echtzeit messen lassen, zeigte Georgios Papastefanou im Selbstversuch. Die Topologie der Bretzel war das Thema von Mathematiker Martin Becker – dem Publikum wurde dabei letztendlich klar, dass beinahe alles mit einem Augenzwinkern eine Bretzel darstellen kann, wenn man mit offenen Augen die Umgebung wahrnimmt. Weihnachtlich wurde es dann mit Historikerin Katharina Weggen, die das heidnische und christliche Weihnachtfest und die Esskultur der alten Römer vorstellte, und dem Publikum die Entscheidung über den Sieger auch nicht leichter machte.

Nach Zählung aller Punkte standen die Sieger dann fest: Das Duo Björn Waterkotte und Tatjana Ladnorg war der Publikumsliebling und damit Sieger des 2. Science Slams. Herzlichen Glückwunsch!

 

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Modeln im Museum

Unsere Dampfmaschine als Kulisse für ein Fotoshooting der besonderen Art:  Elegant und selbstbewusst lehnt sich das Model an das Exponat an zu den Aufnahmen im Steampunk-Genre, die den Betrachter in eine andere Zeit versetzen.

Steampunk verknüpft als Richtung, Stil und Subkultur moderne Elemente mit nostalgischen, viktorianischen Elementen. Dampf spielt dabei eine wichtige
Rolle, denn die Vertreter der Richtung malen sich aus, wie die Welt heute
aussehen würde, wenn Dampf statt Elektrizität die Hauptenergiequelle wäre und
Fahrzeuge oder Computer mit Dampfkraft betrieben werden würden. Die
Vorstellungen spiegeln sich u.a. in Literatur, Kunst und Mode wieder.

Nostalgie und Science Fiction zugleich
Die Frage „was wäre wenn…“ wird u.a. in Literatur, Kunst, Technik und Mode
beantwortet. Literarische Vorläufer des Steampunk sind die Geschichten von
Jules Verne oder H.G. Wells. Accessoires wie eine Uhr tauchen Künstlern in Nostalgie: Statt Plastik verwenden sie Messing, um zum Beispiel eine Uhr zu verkleiden. Was heute im technischen Innenleben gerne versteckt wird, legt der Steampunk offen:
Arbeitende Zahnräder und bewegliche Kolben sollen deutlich zum Vorschein treten
und wahrgenommen werden. In der Mode werden Röcke und Kleider nur mit
Unterröcken und Korsetts getragen, elegante Handschuhe und Hüte versetzen die
Trägerin in eine andere Zeit. Steampunk-Frauen tragen aber auch Pilotinnen-Uniformen, wie zum Beispiel Angelina Jolie als Captain Franky Cook im Film Sky Captain and the World of Tomorrow.

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Unser täglich Brot…

Nach vielen Monaten der Vorbereitung konnten wir Ende Oktober feierlich unsere neue Sonderausstellung eröffnen: Unser täglich Brot…war und ist natürlich für die Dauer der Ausstellung für viele Museumsmitarbeiter eine tägliche Aufgabe.

In einem vollen Auditorium sprachen Museumsdirektor Prof. Dr. Lüdtke, Theresia Bauer, die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz die Grußworte bevor Dr. Kai Budde, Oberkonservator, die Sonderausstellung und ihre vielen Themen vorstellte.

“Tischlein, ich deck dich!”
„Wer von ihnen möchte Bauer werden und dazu beitragen, die Menschheit zu ernähren?“, fragte Sarah Wiener das Publikum zu Beginn ihres Festvortrags. Der bekannten Fernsehköchin und Buchautorin gelang es mit witzigen und visualisierten Beispielen alle zu fesseln und für ihr Thema einzunehmen: Die ungerechte Verteilung von Lebensmitteln auf der Welt und die damit verbundenen Probleme, die wir alle zu lösen haben. Sarah Wiener sprach sich aus für eine Gesellschaft, in der wir uns wieder bewusst werden, wie
wertvoll unsere Nahrung ist. Das Märchen  „Tischleich, deck dich“, ist mit einem Überangebot an Lebensmitteln für uns Realität. Es sollte in ein „Tischlein, ich deck dich“,
verwandelt werden, damit wir uns alle aktiv mit unserem Essen, der Herkunft,
der Herstellung, den Inhaltsstoffen auseinandersetzen, damit wir es bewusst
genießen. Wie wir das schaffen, ist eine der wesentlichen Aufgaben unserer Zeit.
Mögliche Lösungsansätze für eine Welt, in der alle genug zu essen haben, gibt
auch „Unser täglich Brot…“ mit auf den Weg.

Mehr Bilder von der Eröffnung gibt es auf unserem Facebook-Profil: www.facebook.com/Technoseum

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Wir bitten zu Tisch

Der Speisesaal ist fertig, bald können die ersten Gäste an den Tischen Platz nehmen. Um genau zu sein, in 10 Tagen, denn dann eröffnen wir „Unser täglich Brot…“.

In diesem Ausstellungsbereich, dem Restaurant, erfahren Besucherinnen und Besucher was, wann und wie auf den Tisch kam. Mit Filmen, die typische Mahlzeiten aus den Jahren 1910, 1946 und 1965 zeigen, werden Überfluss und Mangel deutlich.  Wer am vierten Tisch im Restaurant Platz nimmt, kann sich interaktiv sein eigenes Lieblingsessen zusammenstellen und dabei viel über sein Ernährungsverhalten herausfinden. Man erfährt nicht nur, wie viel Kalorien man mit seiner liebsten Speise zu sich nimmt, sondern auch, wie viel Wasser zum Beispiel für die Herstellung des Lebensmittels zuvor verbraucht wurde und welche Ressourcen benötigt wurden. Die Frage, die man ab sofort stellen kann ist also nicht nur die, ob man Gesundes zu sich nimmt, sondern auch inwiefern man nachhaltig isst.

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Das TECHNOSEUM auf Ausflug

Warum immer nur im eigenen Museum bleiben? Der Betriebsausflug des TECHNOSEUM Ende September führte uns alle nach Schwäbisch Hall und natürlich auch ins Museum.

Wir starteten mit einer Stadtführung. An einer alten Salzquelle gelegen gehörte
die Stadt im Frühmittelalter zum Herzogtum (Ost-)Franken und  wurde laut Quellen meist nur „Hall“ genannt. „Hall“ bedeutet „unter Hitzeeinwirkung austrocknen“,  was auf das Salzsieden schließt. Eine Urkunde von 1204 bezeichnet Hall zum ersten Mal als Stadt. Ein Gang durch die Altstadt führte uns unter anderem über den Marktplatz an alten Stadtmauern vorbei bis ins das Wahrzeichen der Stadt, die evangelische Hauptkirche St. Michael.  Bei schönstem Herbstwetter zeigten sich Fachwerkhäuser, Renaissance- und Barockbauten von ihrer besten Seite.

Nachmittags stand ein Besuch der Kunsthalle Würth in der aktuellen Ausstellung „Niki de Saint Phalle. Spiel mit mir“ an. Das umfassende Schaffen der bekannten Künstlerin wurde mit Gemälden, Assemblagen, Schießbildern, Skulpturen wie den berühmten Nanas gezeigt, mal kindlich verspielt, mal verstörend gewalttätig. Mit einem wunderschönen
Ausblick vom Museumshof aus auf die Stadt ging es schließlich weiter ins nahe
gelegene Waldenburg, wo wir wieder mit einer traumhaften Aussicht ins Tal den
Tag gemütlich ausklingen ließen und uns einig waren: Ein rundum gelungener
Ausflug!

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Heiß, heißer, Dampf!

Am ersten Herbstwochenende hat es bei uns gewaltig gedampft: Bei der
MannheimDampf stand zwei Tage alles im Zeichen des heißen Wasserdampfes.

Das Wetter verwöhnte die Besucher: Bei einer gemütlichen Fahrt auf einer der
Feldbahnen durch den Museumspark ließen sich die vielleicht letzten Sonnenstrahlen
in diesem Jahr genießen. Direkt am Haupteingang schipperten im Wasserbecken
Mississippi-Dampfer, Dampfschiffe und Hafenkutter um die Wette. Wer es etwas
schattiger mochte, konnte im TECHNOSEUM die vielen selbst gebauten
Dampfmaschinenmodelle der Aussteller betrachten und teilweise selbst in
Bewegung bringen. Dampf in kleinen und großen Dimensionen: Vom Dampfbügeleisen
bis zur Kolbendampfmaschine konnte man erfahren, welche Kräfte Dampf entfalten
kann.

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