Gummireifen, Quallen und ein kleiner Hai – Ein Dankeschön für 146 Engagierte

Wer sich engagiert, braucht auch ein „Dankeschön“. Einmal im Jahr machen die Ehrenamtlichen des TECHNOSEUM deshalb eine Exkursion. In diesem Jahr führt sie in die Fächerstadt Karlsruhe, wo 146 engagierte Helferinnen und Helfer den französischen Reifenhersteller Michelin und das Staatliche Naturkundemuseum besuchen.

Von Clermont-Ferrand in die ganze Welt
Schon aus der Ferne grüßt „Bibendum“, das freundlich winkende Reifenmännchen und Maskottchen der Firma Michelin. Es besteht kein Zweifel: Hier sind wir richtig. Die im französischen Clermont-Ferrand produzierten Gummireifen traten bald nach der Unternehmensgründung im Jahr 1898 einen weltweiten Siegeszug an. 1931 wurde dann in Karlsruhe das erste Michelin-Werk auf deutschem Boden gebaut. Heute werden hier LKW-Reifen produziert.

Holzrad vs. Gummireifen
Zwei ehemalige Mitarbeiter warten bereits auf die Gruppe und strahlen mit dem „Bibendum“ um die Wette. Man spürt bei beiden sofort die Begeisterung für die zahlreichen Ausstellungsstücke. Räder, Werbeplakate, Automodelle und natürlich die weltbekannten Gummireifen sind hier zu einer eindrucksvollen Sammlung zusammengetragen. Nachdem wir Interessantes über die Entwicklungsgeschichte und den Herstellungsprozess von Gummireifen erfahren haben, kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Auf einem Karussell, das früher zu Werbezwecken auf Jahrmärkten genutzt wurde, dürfen Freiwillige testen, was bequemer ist: Mit einem Holzrad oder einem Gummireifen über die Bodenunebenheiten zu hoppeln?

Lehrmeisterin Natur
Im Karlsruher Naturkundemuseum steht dann die Dauerausstellung „Form und Funktion“ auf dem Programm. Hier gibt es nicht nur Tierpräpate und Fossilien, sondern auch lebende Tiere. Hauchzarte Quallen tummeln sich im großen Aquarium im Eingangsbereich. Highlight ist ein 240.000 Liter fassendes Meerwasserbecken, in dessen Rifflandschaft sogar ein kleiner Hai seine Runden zieht. Da Tiere und Pflanzen perfekt an ihren Lebensraum angepasst sind, können ihre Eigenschaften für technische Entwicklungen genutzt werden. So werden die Flossen der Wale für reibungsarme Helikopterrotorblätter oder Saugnäpfe von Kraken für künstliches Haftmaterial zum Vorbild genommen. Das ist besonders spannend für die Gruppe, denn im TECHNOSEUM gibt es einen Ausstellungsbereich zur „Bionik“. So ganz fremd ist das Thema also nicht. Und es führt Natur und Technik auf geniale Weise zusammen. Mehr davon, möchte man sagen! Und: Bis zur nächsten Exkursion!

Dr. Christiane Sutter – Betreuung ehrenamtliche Kräfte

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