Auf nach Germersheim!

So das Ziel unseres Betriebsausflugs 2013. Noch um Unklaren, was uns in der pfälzischen Stadt mit knapp 20.000 Einwohnern alles erwartete, klärte sich im Lauf des gestrigen Vormittags nicht nur der Himmel, sondern auch der konkrete Tagesablauf.

Mit einer Stadtführung starteten wir die Kennenlernphase mit „Germersche“, wie die Stadt im Pfälzischen genannt wird und die als Militärstadt historisch von Bedeutung war. Der Besuch der Festung bildete daher einen Schwerpunkt während unseres Besuchs: Germersheim sollte nach 1815 zu einer starken Festung ausgebaut werden, um mit Landau das linke Rheinufer gegen Frankreich zu schützen. Der Bau einer Festungsanlage begann 1834 und dauert  über 20 Jahre. Beim Besuch der verschiedenen Mienengänge und dem Festungspark „Fronte Lamotte“ wurde uns die Größe dieser Anlage, die heute nicht mehr vollständig erhalten ist, bewusst. Denn die Festung musste nach dem 1. Weltkrieg den Bestimmungen des Versailler Vertrags nach „geschleift“ werden, so dass etliche Festungsteile abgetragen wurden und nur noch die beiden Stadttore und eine Reihe von Bauwerken heute zu besichtigen sind.

Nach einer Pause gut gestärkt ging es nachmittags ins Deutsche Straßenmuseum, das im einstigen Zeughaus der Festungsanlage beheimatet ist. Es zeigt auf 5.000 m2 die Geschichte der Straße: Von den alten Handelsrouten der Römer bis zum modernen Autobahnbau. Welche Materialien zum Einsatz kommen, welche Beschaffenheiten Asphalt und Beton mit sich bringen ist hier ebenso Thema wie der der Dienst, den Straßenwärter im Sommer- und Winterdienst leisten, um Straßen begehbar und wieder befahrbar zu machen. Eine Straße war es dann auch passenderweise, die den Ausflugstag für alle enden ließ und die alle nehmen mussten: Die Straße zurück zum Bahnhof.

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